Eines der ältesten Schuhmodelle überhaupt ist der Mokassin, der Schuh der nordamerikanischen Ureinwohner. Der Mokassin ist – ähnlich wie der Bootsschuh und der Slipper bzw. Loafer – ein Schlupfschuh ohne Absatz, bei dem der Schaft unter dem Fuß herumgeführt wird und auf der Oberseite ein „Einsatzteil“ aus Leder in iPod-Größe angenäht bekommt (meist mit auffälliger Naht und kräuselndem Rand). Mokassins sind natürlich aus Leder und deshalb sehr weich und ganz bequem zu tragen. Im Handel erhält man heute streng genommen meist Schuhe nach Mokassinmachart, da echte Mokassins nach „Indianerart“ nur eine einfache Sohle (die Innensohle ist zugleich Außensohle), kein Schaftfutter und keinen separaten Absatz haben. Die ursprünglichen Mokassins waren vorrangig für die Jagd gedacht, die heute angebotenen Mokassins sind hingegen auf Alltagstauglichkeit getrimmt und besitzen gegenüber dem Original in erster Linie einen abweichenden Bodenaufbau mit zusätzlicher Einlege- bzw. Brandsohle sowie eventuell Laufsohle. Allerdings ist die Dämpfung nicht sonderlich ausgeprägt; und da der weiche Lederschaft zudem keinen stützenden Halt bietet, sind Mokassins heute eher aus modischen Gründen spannend – haben dabei aber einiges drauf! Denn formtechnisch sind Mokassins Verwandlungskünstler: über die Ausgangsform „Schlüpfschuh“ hinaus existieren weitere Mokassin-Varianten, bei denen der Schaft maximal bis unters Knie reicht. Diese Stiefelmokassins wurden vor allem durch das Trendlabel Minnetonka bei Fashionistas sehr bekannt.































